Paris ist schuld

Ich glaube Paris ist schuld; denn in Paris habe ich vor einigen Jahren das erste Mal ein richtiges Teehaus betreten. Nach dem ersten Schritt über die Türschwelle, war ich zuerst beinahe ein bisschen eingeschüchtert. Ein Raum voller Holzregale, gerappelt voll mit edlen Teedosen – in Reih und Glied mit so ziemlich jedem Tee, den man sich vorstellen kann – so mancher mit einem exotischen Namen beschriftet: Marco Polo Blue, Thé des Impressionnistes, Jasmin Magic, Snow Blossom, etc. Nur schon die Bezeichnungen der verschiedenen Sorten lassen die Gedanken automatisch in ferne Länder schweifen. Ich fange an einer Ecke mit der erstbesten Dose an und schnuppere mich durch so viele Sorten, dass ich irgendwann eine Pause machen muss. So viele Düfte, ich weiss schon gar nicht mehr was ich rieche. Kann man einen Tee-Flash haben? Inmitten der schnuppernden Kundschaft beraten kompetente Angestellte in wunderschönen, elfenbeinfarbigen Leinenanzügen und brillieren mit ihrem Teewissen. Gibt es eine Ausbildung zum Teefachmann? Naja, immer noch leicht geflasht erklimme ich die Treppe im Innern des Raumes und lande in einem kleinen Restaurant. Auf der Karte? Tee soweit das Auge reicht – und speziell dazu, passende Speisen, süss oder salzig. Ich wähle eine Grünteeblume, die mir im kristall-gläsernen Krug und passender Tasse serviert wird. Dazu knabbere ich am extra dafür kreierten Sablé. Hier wird Tee zelebriert. Hier steigt Tee vom langweilig, verpönten Skilagergetränk auf, zu einem exklusiven und faszinierenden Trunk. Und auch ich versuche mich bereits in Gedanken für einige der zuvor erschnupperten Sorten zu entscheiden, die ich als Souvenir mit nach Hause nehmen werde.

Back home

Mittlerweile bin ich praktizierende Teetrinkerin, hege eine leise Abneigung gegen Teebeutel (ausser die Beutel von Sirocco) und liebe deswegen losen Tee, habe diverse Teekannen und -tassen und einen intensiv benutzten Wasserkocher. Tee ist für mich Start in den Tag, Begleiter bei der Arbeit und letzter wärmender Gruss bevor ich ins Bett hüpfe. Dazu wähle ich jeweils ganz bewusst die Sorte und die Wirkung des jeweiligen Tees. Ich weiss, für viele ist Tee ein Getränk, dass sie sich nur einverleiben, wenn sie krank sind, oder als schlechte Alternative akzeptieren, wenn aus irgendeinem Grund kein Kaffee zu haben ist. Kommt dir das bekannt vor? Schade, finde ich. Denn, eigentlich hat Tee so viel zu bieten!

 

Pures Glück
Pures Glück

Kleines Tee 1×1

Tee ist ein Genussmittel und ein sogenanntes Aufgussgetränk. Tee kann, je nach verwendetem Pflanzenteil bis zu 4,5% Koffein enthalten. Es gibt 4 verschieden Teearten: Grüner Tee, Weisser Tee, Schwarzer Tee und Oolong. Diesen Teearten werden dann jeweils diverse Teesorten zugeordnet, wie zum Beispiel Gun Powder, Sencha, Pai Mu Dan, Darjeeling, etc. Natürlich gibt es auch noch die aromatisierten Tees, wobei der Jasmin Tee der Bekannteste davon ist. Nicht zu vergessen sind die Rauch- und Rösttees; bei ersterem werden die Blätter beim Trocknen im Rauch von harzreichem Holz geräuchert, bei letzterem (meist grünem Tee) werden die Blätter bei hohen Temperaturen geröstet, bis die Fermentation gestoppt ist. Tee wird in verschiedenen Formen gehandelt – von lose bis portioniert oder gepresst. Der Brühvorgang ist eine Kunst in sich und grundsätzlich wird jede Teeart unterschiedlich aufgebrüht. So wird Schwarztee zum Beispiel meist mit kochendem Wasser aufgegossen, bei Grüntee sollte hingegen auf eine Wassertemperatur von circa 65° bis 90° geachtet werden. Gewisse japanische Grünteesorten werden sogar nur mit 50° heissem Wasser aufgebrüht. Auch die Ziehdauer und die jeweilige Zubereitungsvariante können stark variieren, hängen oft vor allem von kulturellen oder individuellen Vorlieben ab. Tee hat für verschiedene Länder & Kulturen eine sehr wichtige Rolle gespielt und prägt auch heute noch die Wirtschaft und das Brauchtum der jeweiligen Länder.

Angewandte Tee-matik

Ich weiss, ich weiss. Und deswegen solltest du jetzt Tee trinken? Und überhaupt, das tönt viel zu kompliziert, mit verschiedenen Brühtemperaturen, 1000 verschiedenen Sorten, etc. Ich sage: scheiss drauf! Alles was du brauchst ist einen Wasserkocher (auch wenn der keinen Temperaturregler hat) und ein bisschen Neugierde. In guter alter Manier, habe ich einmal mehr siroop durchforstet und mich virtuell durch die Sorten geschnuppert. Meine Ausbeute?

 

Gaumenschmaus und Augenweide zugleich
Gaumenschmaus und Augenweide zugleich

Skinny Detox

Eine biologische Skinny Detox Kur (Detox ist doch immer gut) und die Kombination von einem leicht weckenden Tee zum Frühstück und einer beruhigenden Mischung für den Abend ist cool und schmecken tut es auf jeden Fall sehr – 14 Tage Detox Plan inklusive. Die ideale Unterstützung für post-Weihnachtsessen und pro-Neues-Jahr Vorsätze!

Bio Grüntee Sencha Fukuyu

Grüntee ist meine heimliche Liebe und diesem Sencha konnte ich nicht widerstehen. Ich liebe die wunderschön hellgrüne Farbe die er dem Wasser verleiht. Das ist DER Morgentee schlechthin und glaubt man dem Hype soll er ja auch besonders gesund sein.

Sonnentor Earl Grey

An Earl Grey Tee muss ich immer noch ein bisschen länger schnuppern, als an den anderen Teesorten. Dieser unvergleichlich frische Geruch ist typisch für Earl Grey, der oft auch noch mit Bergamotte verfeinert wird. Dieser hier ist so gut!

Also, es ist ganz einfach. Siroop durchforsten, Tee bestellen, testen, deine Vorlieben entdecken und geniessen. Lohnt sich imfall.

 

Super simpel und super gut! / Bild: Céline Schnorf
Super simpel und super gut! / Bild: Céline Schnorf

Mein Geheimtipp

Zum Schluss möchte ich noch einen kleinen Wintergeheimtipp mit euch teilen. Es lässt sich zwar darüber streiten, ob dieser Tee tatsächlich als solches bezeichnet werden darf, da er ohne ein einziges Teeblatt auskommt. Aber, er ist mein Allerheilmittel im Winter – bei Erkältung. Perfekt auch zur präventiven Einnahme, um gar nicht erst krank zu werden. Oder als stärkendes Elixier auf einer Wanderung. I am in love!

Zutaten

  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Stück von einem Bio-Ingwer
  • 1 Löffel Bio-Honig

Zubereitung

  1. Man nehme 1 Bio-Zitrone, halbiere sie und presse sie aus.
  2. Dann schneide man ein gutes Stück Bio-Ingwer, schäle diesen und zerreibe ihn.
  3. Man mische den Zitronensaft mit dem geriebenen Ingwer und giesse heisses Wasser dazu.
  4. Man gebe einen Löffel Bio-Honig (idealerweise aus der Schweiz, ja ist mega teuer, aber die Bienen haben es verdient) dazu und geniesse.

Funktioniert garantiert!

DAS Winter-Elixir schlechthin.

Nachfolgend findest du ein paar Produkte, die Teetrinker-Herzen höher schlagen lassen. Diese ausgewählten Artikel eignen sich auch wunderbar als kleines Weihnachtsgeschenk. (Ich würde mich auf jeden Fall riesig freuen.) Extra hier für dich zusammengesucht:

WMF TeeSet / 3-teilig von TeaTime

Schick anzusehen und praktisch zugleich
So ganz nebenbei hatte ich einmal erwähnt, dass falls jemand mir noch unbedingt etwas zu Weihnachten schenken möchte. There you go!

Das Tee Buch

Du möchtest es aufs nächste Level pushen und der absolute Tee-Pro werden? Dann ist dieses Buch genau das richtige für dich. (Oder als Geschenk, mit einer tollen Teesorte, einer Teetasse dazu und so?)

Teekessel

Wie in guten, alten Zeiten
Jeder Tee schmeckt irgendwie automatisch noch besser, wenn er aus einer tollen Kanne wie dieser gegossen wird. Mit diesem Teekessel kannst du nichts falsch machen.

 Kitchenaid Wasserkocher

Wichtig ist, dass du die Temeperatur an jede Tee-Sorte anpasst.Mein Traumwasserkocher. Wenn ich einmal gross bin, dann.. kaufe ich mir diesen Wasserkocher. Mit einstellbarer Temperatur und wunderschönem Design. Yes please!

Bilder-Magie: www.celineschnorf.com

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit siroop.ch entstanden.