Der Fashion Revolution Day 2017

Besser spät als nie. Denn, obwohl der Fashion Revolution Day nun schon einige Tage, ja fast Wochen her ist, möchte ich ihn doch noch mit einem Blogbeitrag ehren.

Die Revolution, und ich mitten drin.
Wenn ich an den Samstag 29.4.2017 zurückdenke wird mir warm ums Herz. Nicht nur, weil an diesem Tag wunderschönes Wetter war, sondern, weil ich an diesem Tag Teil einer wunderschönen Bewegung war – ich war Teil einer Revolution. Durch mein Engagement für Nachhaltigkeit im Allgemeinen und für faire Mode im Spezifischen, war es sehr naheliegend, dass ich mich am diesjährigen Fashion Revolution Day involvieren wollte. Und ganz ehrlich, bis kurz davor hatte ich irgendwie vergessen, wie stark man in der Einheit ist und wie viel man als Gruppe bewegen kann. 13 Frauen, die alle bereits mehr als vollgefüllte Leben haben; 13 Frauen, die von mitten-im-Master-Studium, zu ich-pushe-gerade-mein-eigenes-Fair-Fashion-Label, bis hin zu hochschwanger-und-eigentlich-kurz-vor-der-Geburt, so in ziemlich den verschiedensten Lebensbereichen und Lebensabschnitten unterwegs sind; 13 Frauen, die sich trotzdem die Zeit und Energie genommen haben, Tag und Nacht, gratis, auf diesen einen Tag hinzuarbeiten: den Fashion Revolution Day.

Die Entstehung des Fashion Revolution Days
Entstanden ist diese Fashion Revolution Bewegung durch den schicksalhaften Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, am 24. April 2013. Über 1’1000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als 2’2000 Personen wurden verletzt. Plötzlich rückte die rückte die Textilproduktion und ihre prekären Auswirkungen auf Mensch und Natur ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit – zumindest für einen Augenblick. Die Designerin und Pionierin der Fair-Trade-Bewegung Carry Sommers ruft darauf den Fashion Revolution Day ins Leben. Ihr Ziel: zu verhindern, dass die verheerenden Zustände in der Textilproduktion wieder in Vergessenheit geraten und vor allem aber auch, mit Hilfe der Konsumenten, mehr Transparenz über die Produktionsbedingungen in der Textilbranche zu schaffen. Mit dem Slogan #whomademyclothes sollen Brands zu mehr Transparenz aufgefordert werden und vor allem auch auf das Bedürfnis der Konsumenten nach fair produzierter Mode aufmerksam gemacht werden. Hier findest du noch weitere Informationen zu dieser Bewegung.

Der grosse Tag
Abgesehen davon, dass ich als Ambassadorin für den Fashion Revolution Day fungieren durfte, war mein Part hauptsächlich die Organisation eines Blogger Brunchs. Zu meiner grossen Freude durfte ich die verschiedensten Gesichter bei einem von Farmy gesponserten Brunch begrüssen und ihnen mit Hilfe von Pauline (Jungle Folk), Sanaz (Sanikai) und Corinna (Romy Wood) das Thema der nachhaltigen und fairen Mode näher bringen und sie über den wunderschönen Fair Fashion Markt führen. Ich war berührt und erfreut über die positiven Vibes und das Interesse, das sie für dieses Thema aufbringen konnten. Ein voller Erfolg also.

Erfolg auf der ganzen Strecke
Und erfolgreich war nicht nur mein Blogger-Brunch, sondern auch alle anderen spannenden Aktivitäten und Angebote, die den ganzen Samstag lang auf interessierte Besucherinnen und Besucher warteten. Das Schöne: die Neugierigen erschienen zahlreich und so eröffnete Melanie Winiger als Coop Naturaline Botschafterin vor vollem Saal die Podiumsdiskussion. Der Fair Fashion Markt war stets gut besucht, die verschiedenen Performances mit viel Applaus und die Workshops mit reger Teilnahme gewürdigt und überhaupt – es war einfach fantastisch!

Edition 2018 und wow.
Fazit von meiner Seite: WOW. Ein Wow für das Engagement aller Involvierten, vom Fair Fashion Label, bis zum Juice Stand, vom Artist bis hin zum Speaker – so viele tolle, fröhliche und interessierte Menschen auf einem Haufen trifft man nicht jeden Tag. Mich hat dieser Event positiv gestimmt. Ja, der Weg ist noch lang, aber das Potential und der Wille ist auf jeden Fall da. Und das ist schon mehr als die halbe Rechnung. Übrigens: noch diese Woche setzen wir uns zum Debriefing zusammen, natürlich auch bereits mit Ausblick auf die Edition 2018. Bis dahin kannst du uns sehr gerne auf unserer Fashion Revolution Switzerland Seite folgen – da werden wir dich zu allen News auf dem Laufenden halten. Falls du Fragen hast, nächstes Jahr unbedingt dabei sein möchtest, Inputs oder Vorschläge anbringen möchtest, dann schreib mir doch einfach eine Mail an anina@blossik.com. Und vergiss nicht, immer mal wieder zu fragen: #whomademyclothes.

 

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