30 Tage Minimal Waste Challenge mit Carla – Day 29: Challenge accepted?

Minimal Waste? Carla fragen!

Wenn es um das Thema “Minimal Waste” geht, dann ist Carla die richtige Ansprechperson. Sie beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Thema “Zero Waste” bzw. “Minimal Waste” und führt selber ein sehr Abfall-reduziertes Leben. Sie nimmt uns den ganzen April mit auf eine Minimal Waste Challenge und gibt uns jeden Tag einen Tipp, wie jeder seinen Abfall reduzieren kann. Mehr zu Carla findest du hier.

Day 29 – 29. April 2018

23:55 – CHALLENGE ACCEPTED?

Als ich von zuhause ausgezogen bin, habe ich alles was mir am Herzen lag mitgenommen. Da wir alle aus einem riesigen Haus in verschiedene kleinere Wohnungen zogen – du kannst es dir vorstellen – waren auch meine vier Wände vollgestopft. Mit Erinnerungen und Hab und Gut aus der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter.

Vor geraumer Zeit habe ich angefangen, mich mit den Gegenständen die mich umgeben auseinanderzusetzen. Ich wollte mehr Ordnung, mehr Platz, in mir und um mich herum. Endlich mal atmen. Nachdem Marie Kondos Buch mich inspiriert hatte, schrumpfte mein Kleiderschrank auf die Hälfte, die Küche wurde luftiger, ich fing an loszulassen.

Durch das Aufwachsen in einer eher kleinen Stadt, die Werte meiner Mutter im Bezug auf Lebensmittel und sehr naturverbundene Grosseltern, habe ich viel Zeit in der Natur und besonders im Schrebergarten verbracht. Das alles ist mir jedoch je älter ich wurde, je mehr in die Ferne getreten – bis vor circa einem halben Jahr. Wieso ich mit plastikfreiem Einkaufen begann, weiss ich nicht mehr ganz genau. Jetzt aber, nach mehreren Monaten, kann ich nicht mehr verstehen, wie ich es übersehen konnte – diese riesige Masse Abfall.

Praktisch alles was wir kaufen ist mit einer Schicht Plastik eingepackt. Den Umweg zu wählen, um weniger Eingepacktes zu konsumieren ist am Anfang schwierig – ernüchternd und schlecht greifbar. Doch es lohnt sich! Es geht nicht darum perfekt zu sein. Es geht darum die Augen zu öffnen und die alltäglichen Dinge zu hinterfragen. Die persönlichen Werte mit dem Tun übereinzustimmen.

Auch wenn ich noch nicht weiss ob ich Kinder möchte, schon nur für mich selbst möchte ich nicht Teil der Menschenmasse sein, die diese eine wunderschöne Erde in den Ruin treibt, Biodiversität zerstört und die maritimen Lebewesen in den Ersticktungstod treibt. Ich möchte die Schweizer Wirtschaft unterstützen mit meinem Interesse an lokalen und fair produzierten Produkten, möchte Kreativität im Alltag fördern durch die Challenge ohne wegwerfen durch den Alltag zu schreiten.

Die Natur braucht den Wechsel von Schnelllebigkeit zu Nachhaltigkeit, von Ignoranz zu Mitgefühl, von Feindbild zu Vereinigung. Lasst uns gemeinsam diesen Weg in eine grünere Zukunft gehen, die Gemeinschaft kultivieren mit Austausch und helfenden Händen, fast vergessenes Wissen aufleben lassen und diese Welt verändern.

Eyes open. No fear. Be safe.

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